Deutsche Hausmärchen
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In einem großen Walde lag ein großer See, daran wohnte ein Fischer mit seiner Frau. Gott hatte ihnen fünf Söhne geschenkt, einer schöner als der andere. Jeden Tag, sobald der Morgen anbrach, zog der Fischer zu dem See und warf seine Netze aus und Abends zog er sie ein und stets hatte er sie voll guter, schöner Fische. Es war als ob ein besonderer Segen auf seiner Arbeit ruhe; der schien von einem kleinen grauen Männchen herzukommen, welches sich jeden Tag an dem See sehen ließ und in dem Kahne und an den Netzen herumsprang, als ob es den Fischen locke. Als die Söhne größer wurden, mußten sie mit auf den Fischfang ausziehen und das ging der Reihe nach, jeden Tag ein andrer; die übrigen vier trugen derweil die Fische in die Stadt und verkauften sie um ein schön Stück Geld. Der Jüngste, welcher eben zwanzig Jahre alt war, zog auch eines Tages wieder mit zum See, aber das graue Männchen ließ sich an dem Morgen nicht blicken und Abends war kein Fisch im Netz. Schon wollten die Beiden heimgehn, da kam es daher gesprungen und frug: 'Nun ihr Leutchen, ihr Leutchen, wie geht es heut?' 'Schlecht, sehr schlecht,' sprach der Fischer, 'wir haben nicht einen Fisch gefangen.' 'Fischer, willst du mir dort deinen jüngsten Sohn verkaufen?' 'Um keinen Preis verkaufe ich mein eigen Fleisch und Blut' rief der Mann. 'Ich fülle dir deinen Nachen mit purem gelbem Gold, so daß du ein reicher Mann bist auf ewige Zeit' sprach das Männchen, 'thust du es aber nicht, dann hast du keinen Vorsput mehr und hast gestern deinen letzten Fisch gefangen.' Da fing der Fischer doch an sich die Sache zu überlegen und sprach: 'Ja wenn ich wüßte, wo er bleibt und wie es ihm geht.' 'Es geschieht ihm gar nichts zu Leide, er hat mir nur zu folgen und zwei Pferde zu füttern, einen Schimmel und einen Rappen.
- Жанр
- Литературные и народные сказки: прочее
- Язык
- de
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