
Die Klaue des Schlichters
Серия: Das Buch der Neuen Sonne, книга 2
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Aber noch entströmt deinen Dornen Kraft und deinen Schluchten der Klang von Musik. Deine Schatten liegen auf meinem Herzen wie Rosen, und deine Nächte sind wie starker Wein.
Morwennas Gesicht, lieblich und von Haaren so dunkel wie mein Mantel umrahmt, schwebte im Lichtkegel; Blut prasselte vom Nacken auf die Steine. Ihre Lippen bewegten sich tonlos. Eingefaßt zwischen ihnen gewahrte ich (als wäre ich der Increatus, der durch einen Spalt der Ewigkeit in die Welt der Zeit spähte) das Gehöft, Stachys, ihren Gemahl, der sich gequält auf dem Lager wälzte, den kleinen Chad, der sich am Teich das fiebrige Gesicht benetzte.
Draußen schrie Eusebia, Morwennas Anklägerin, wie eine Hexe. Ich versuchte, die Gitterstäbe zu erreichen, um sie zum Stillsein anzuhalten, aber sofort verlor ich mich in der Finsternis der Zelle. Als ich endlich Licht entdeckte, war es die grüne Straße, die aus dem düsteren Gewölbe des Erbärmlichen Tores führte. Blut strömte von Dorcas’ Wange, und obschon so viele schrien und kreischten, hörte ich es auf den Boden prasseln. Ein so gewaltiger Bau war die Mauer, daß sie die Welt teilte wie die bloße Linie zwischen den Buchrücken zweier Bände; vor uns stand ein Wald, der wohl so alt wie die Urth selbst war, mit turmhohen Bäumen, in makelloses Grün gehüllt. Dazwischen verlief die Straße, die junges Gras bedeckte und auf der sich Männer und Frauen drängten. Ein brennender Einspänner belud die reine Luft mit Rauch.
- Жанр
- Фэнтези
- Перевод
- Reinhard Heinz
- Оригинальное название
- The Claw of the Conciliator
- Год написания
- 1984
- Издание
- Wilhelm Heyne, München, 1984
- ISBN
- 3-453-31009-8
- Язык
- de
- Размер FB2
- 950,7 КБ
- Добавлена