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Der Weltensammler

Илья Троянов

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Начало книги

Er starb früh am Morgen, noch bevor man einen schwarzen von einem weißen Faden hätte unterscheiden können. Die Gebete des Priesters verebbten; er benetzte sich die Lippen und schluckte seine Spucke hinunter. Der Arzt an seiner Seite hatte sich nicht bewegt, seitdem der Pulsschlag unter seinen Fingerspitzen vergangen war. Sturheit allein hatte seinen Patienten zuletzt am Leben erhalten; am Ende war sein Wille einem Gerinnsel erlegen. Auf dem gekreuzten Arm des Toten lag eine fleckige Hand. Sie wich zurück, um ein Kruzifix auf die nackte Brust zu legen. Viel zu groß, dachte der Arzt, ausgesprochen katholisch, so barock wie der vernarbte Oberkörper des Verstorbenen. Die Witwe stand dem Arzt gegenüber, auf der anderen Seite des Bettes. Er traute sich nicht, ihr in die Augen zu blicken. Sie wandte sich ab, ruhig bewegte sie sich zum Schreibtisch, setzte sich hin und begann etwas zu schreiben. Der Arzt sah, wie der Priester das Ölfläschchen einsteckte, und er verstand dies als Fanal, die Spritzen und die elektrische Batterie wegzupacken. Es war eine lange Nacht gewesen; er würde sich eine neue Anstellung suchen müssen. Das war sehr bedauerlich, denn er hatte diesen Patienten gemocht, und er hatte es genossen, in seiner Villa leben zu dürfen, hoch über der Stadt, mit Blick auf die Bucht und weit hinaus aufs Mittelmeer. Er fühlte, wie er errötete und wurde darüber noch röter. Er wandte sich von dem Toten ab. Der Priester, um einige Jahre jünger als der Arzt, blickte verstohlen im Zimmer umher. Eine Karte des afrikanischen Kontinents auf der einen Wand, zu beiden Seiten von Bücherregalen eingeengt. Das offene Fenster, es beunruhigte ihn, so wie ihn in diesem Moment alles beunruhigte. Die huschenden Geräusche erinnerten ihn an andere schlaflose Nächte.

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Жанр
Современная русская и зарубежная проза
Издание
DTV, 2007
Язык
de
Размер FB2
1,1 МБ
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