
Das kleine Gespenst
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Auf Burg Eulenstein hauste seit uralten Zeiten ein kleines Gespenst. Es war eines jener harmlosen kleinen Nachtgespenster, die niemandem etwas zuleide tun, außer man ärgert sie.
Tagsüber schlief es in einer schweren, eisenbeschlagenen Truhe aus Eichenholz, die stand auf dem Dachboden, wohlversteckt hinter einem der dicken Schornsteine, und kein Mensch hatte eine Ahnung davon, daß sie eigentlich einem Gespenst gehörte.
Erst des Nachts, wenn im Städtchen Eulenberg, das zu Füßen der Burg lag, die Rathausuhr Mitternacht schlug, erwachte das kleine Gespenst.
Pünktlich beim zwölften Glockenschlag öffnete es die Augen und reckte und streckte sich. Dann kramte es unter den alten Briefen und Urkunden, die ihm als Kopfkissen dienten, den Schlüsselbund mit den dreizehn Schlüsseln hervor, den es ständig mit sich herumschleppte. Es schwenkte ihn gegen den Truhendeckel - und augenblicklich hob sich der Deckel von selber und klappte auf.
- Жанр
- Классическая детская литература, Сказки зарубежных писателей
- Язык
- de
- Размер FB2
- 1,5 МБ
- Добавлена