
Buddhas kleiner Finger
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Начало книги
Ich sehe die Pferdeköpfe und die Menschengesichter, die ganze endlose Karawane – aufgebrochen kraft meines Willens, im glutroten Abendlicht durch die Steppe ziehend, dem Nirgendwo entgegen – und ich denke: Wo nur bin Ich in diesem Strom?
Dschingis-Khan
Vielerlei Gründe legen es nahe, den wahren Urheber des vorliegenden, Anfang der zwanziger Jahre in einem Kloster der Inneren Mongolei entstandenen Manuskripts zu verschweigen; so erscheint es hier unter dem Namen des Redakteurs, der es für den Druck vorbereitet hat. Getilgt sind gegenüber dem Original die Beschreibungen einiger magischer Prozeduren, ebenso ein beträchtliches Maß Reminiszenzen des Erzählers an sein Leben im vorrevolutionären Petersburg (seine sog. »Petersburger Periode«). Auf die vom Autor gewählte Genrebezeichnung – »Freier Gedankenflug« – wurde verzichtet, da sie allem Anschein nach als Scherz aufzufassen ist.
Die Geschichte, wie sie der Autor erzählt, hat als psychologisches Tagebuch ihren Reiz und ihre unbestreitbaren künstlerischen Qualitäten; mehr will sie überhaupt nicht sein, obschon sich der Autor hie und da der Erörterung von Gegenständen befleißigt, die unserer Ansicht nach keiner Erörterung bedürfen. Eine gewisse Verkrampftheit im Stil läßt sich damit erklären, daß der Autor kein »literarisches Werk« zu schaffen beabsichtigte; vielmehr wollte er mit seinem Text mechanische Bewußtseinszyklen fixieren und sich auf diesem Wege dauerhaft vom sogenannten Innenleben befreien. An zwei oder drei Stellen zieht es der Autor vor, direkt auf den Verstand des Lesers zu setzen, anstatt ihm eines dieser aus Worten zusammengebastelten Phantome vorzugaukeln; leider ist die Aufgabe gar zu simpel, als daß derlei Versuche von Erfolg gekrönt sein könnten.
- Жанр
- Социально-психологическая фантастика
- Издание
- 1999
- Язык
- de
- Размер FB2
- 894,0 КБ
- Добавлена