
Die Teufelsgesellschaft
Серия: Benjamin Weaver, книга 3
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Während meiner Jugend suchte ich leider allzu oft die Nähe zu Spieltischen jeglicher Art und musste mit Entsetzen zusehen, wie Fortuna so manche Münze, die, genau genommen, nicht einmal mir gehörte, in fremde Hände spielte. Als ein Mann von etwas reiferen Jahren, der an der Schwelle zur dritten Dekade seines Lebens steht, wusste ich es dann durchaus besser, als mich mit Würfeln und Karten abzugeben. Dieses Teufelszeug ist zu nichts nutze außer dazu, einen Mann in trügerischer Hoffnung zu wiegen, bevor seine Träume am Boden zerschmettert werden. Leichten Herzens jedoch machte ich bei jenen Gelegenheiten, bei denen das Silber eines anderen meine Börse füllte, eine Ausnahme - umso leichter noch, wenn jener andere in Machenschaften verstrickt war, die dafür sorgten, dass der Wurf oder die Karten zu meinen Gunsten ausfielen. Jene, die es mit der Moral ganz genau nehmen, mögen der Meinung sein, es stürze die Seele in den tiefsten Abgrund, wenn man dem Zufall so auf unlautere Weise ein wenig nachhalf, und dass ein Taschendieb, ein Mörder, selbst ein Vaterlandsverräter besser sei als ein Betrüger am Spieltisch. Möglicherweise haben sie damit nicht einmal unrecht, doch handelte ich im Dienste eines großzügigen Auftraggebers, und das dämpfte meines Ermessens das Schlagen des Gewissens.
- Жанр
- Исторический детектив
- Издание
- 2008
- ISBN
- ISBN 978-3-641-01682-1
- Язык
- de
- Размер FB2
- 1,0 МБ
- Добавлена


