
Die Zypressen von Cordoba
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Начало книги
Abd ar-Rahman ließ die Hände unter das flauschige weiße Handtuch gleiten, auf dem er ausgestreckt lag, und strich mit beinahe sinnlichem Vergnügen mit den Fingern über die glatte rote Marmorunterlage. Während Mustapha duftendes Mandelöl in die von vielen Kämpfen verhärteten Gliedmaßen des Kalifen massierte, um dann mit geübten Griffen alle Spannung aus ihm herauszukneten, seufzte und murmelte der Herrscher vor Wohlbehagen. Im Spektrum seiner Lebenswonnen nahm das Hochgefühl eines Sieges in der Schlacht das eine Extrem ein, dieses weiche Dahinschmelzen aller Gliedmaßen und Muskeln das andere. Nur eine Freude übertraf noch beide Wonnen, lag sie doch weit jenseits jeglicher Maßstäbe und Vergleiche. Und auch diese würde er später am Abend noch genießen, nach dem Empfang für die Würdenträger von Córdoba, mit dem er in Kürze die Einweihung seines neuen Palastes Medina Azahara zu feiern gedachte, der ein wenig abseits der umtriebigen, geschäftigen Stadt lag. Heute nacht würde er gewiß die höchste menschliche Verzückung erleben. Von allen Frauen seines Harems hatte er nur Zahra hierher in die großartige neue Palaststadt mitgenommen, die nach ihr benannt war. Ihre raffinierte, einfallsreiche Sinnlichkeit würde ihn heute nacht zu ungeahnten Höhen der Leidenschaft treiben. So würde sie ihrer Dankbarkeit über die Ehre, die er ihr hatte zuteil werden lassen, Ausdruck verleihen. Viele Stunden hätte er noch so liegen mögen und den Marmor streicheln können, dessen Glätte ihn an Zahras Haut erinnerte, während Mustaphas warme, geschmeidige Hände die mächtigen Muskeln seiner Schultern massierten, bis sie völlig entspannt waren, seinen Rücken bearbeiteten, bis er warm durchglüht war. Doch inzwischen versammelten sich gewiß bereits seine Gäste.
- Жанр
- Историческая проза
- Издание
- 2004
- Язык
- de
- Размер FB2
- 901,7 КБ
- Добавлена