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Der Alchimist von Krumau

Andreas Gößling

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Начало книги

Das Mariandl hielt Don Julius bei der Hand und zog ihn immer tiefer in ein Gewirr krummer Gassen hinein. Er hätte sich nicht darauf einlassen sollen, dachte er. Das war ja der reinste Irrgarten hier, noch dazu in stockschwarzer Nacht. In seinem Rücken hörte er klappernde Schritte, wie von Holzpantinen, dann ein heiseres Getuschel. Er wollte stehen bleiben, sich umwenden, aber das Hürchen zog ihn unaufhörlich weiter.

»Bloß noch ein paar Schritte, Euer Gnaden«, wisperte sie, »seht Ihr dort vorn die Laterne? Da ist es schon.«

Aber Don Julius sah überhaupt nichts, nur Dunkelheit und Schatten und zuweilen die Sichel des Mondes, die hoch droben durch den schwarzen Himmel schnitt. Schwül war die Nacht, dabei hatte der Mai kaum erst begonnen.

Sie bogen um eine Hausecke, und da ragte zu ihrer Rechten eine riesenhafte Mauer auf. Das muss ja der Stadtwall sein, direkt hinterm Hradschin, wunderte sich Julius, aber ich versteh’s nicht, hat sie mich im Kreis geführt? In seinem Kopf hockte eine Dumpfigkeit, als ob er halsaufwärts durch dicken Nebel liefe. Der Holler eben in der Schenke, vielleicht hat sie mir ein Zauberzeug hineingemischt, aber warum sollte das Mariandl so was tun? Und welcher Unselige würde sich erdreisten, Don Julius Caesar, dem Erstgeborenen Ihrer Kaiserlichen Majestät, an den Kragen zu gehen?

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Жанр
Историческая проза
Издание
2004
Язык
de
Размер FB2
948,6 КБ
Добавлена