Обложка книги «Die Glasfalle»

Die Glasfalle

Герберт Вернер Франке

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Einem gegenüber war alles andere bedeutungslos, und dieses eine stand unabänderlich fest: Der Major mußte sterben.

Das Kasernengelände war vollkommen eben und genau quadratisch. Vier Gebäudefronten umgrenzten es. Nur wenige der Gebäude, wie die Maschinenhäuser und die Magazine, besaßen Fenster, alle anderen wiesen mit leeren Mauern nach innen, und auch ihr Zweck war nicht bekannt.

Inmitten der Mauern lagen die Exerzierplätze, die Hindernisbahnen, die Wege, die Steinflächen und einzelne kreuz und quer gebaute Baracken. Die Gebäude waren grau, die Erde war gelb. Gelb waren auch die Uniformen, gelb war die Haut der Männer, und gelb war der Himmel, ein Himmel voll Dunst, der schwer und tief über dem Gelände hing. Die Kaserne war eine Welt für sich, eine Welt in Gelb und Grau.

Das Bataillon war auf dem großen Exerzierplatz angetreten. Es war sechs Uhr dreißig – die Zeit des Tagesaufrufs. Wie ein Block stand die Belegschaft vor dem Major. Hinten in Zehnerreihen die tausend Soldaten; davor, in drei Schritt Abstand, die hundert Korporale und davor, wieder in drei Schritt Abstand, die zehn Sergeanten. Der Major stand weit von allen entfernt, einsam und groß, hoch aufgerichtet ihnen zugewandt. Seine Worte, durch Kehlkopfmikrofon und Handlautsprecher verstärkt, dröhnten über den Platz. Er sprach von der Ehre des Soldaten, von der Pflicht, vom Gehorsam, von der Achtung vor dem Vorgesetzten. Er sprach jeden Tag solche Worte, und die Belegschaft nahm sie dankbar auf. Sie schöpfte aus ihnen Glauben, Freude, Begeisterung. Kraft für den schweren Dienst. Tapferkeit für die Waffenübungen, die Mutproben.

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Жанр
Научная фантастика
Издание
Suhrkamp, 1993
ISBN
3518386697
Язык
de
Размер FB2
460,2 КБ
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