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Das letzte Rätsel

Майкл Чабон

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Ein Junge mit einem Papagei auf der Schulter lief verträumt die Eisenbahnschienen entlang und schwenkte dabei ein Gänseblümchen. Mit jedem Schritt zog er die Fußspitzen durch das Gleisbett, als vermesse er die Strecke mit einer in den Schotter gezogenen Spur seiner Schuhkappen. Es war Hochsommer, und irgendetwas an dem schwarzen Schopf und dem blassen Gesicht des Jungen vor dem Hügelband, das sich in der Ferne ausbreitete, irgendetwas an dem tanzenden weißen Auge des Gänseblümchens, an den knochigen Knien in der kurzen Hose, an der aufrechten Haltung des hübschen Graupapageis mit seiner wildroten Schwanzfeder, irgendetwas fesselte den alten Mann, der die beiden vorbeigehen sah. Fesselte ihn oder weckte seinen Spürsinn – eine einst in ganz Europa gerühmte Gabe – für eine verheißungsvolle Eigentümlichkeit.

Der alte Mann ließ die jüngste Ausgabe der britischen Bienenzeitschrift auf die Shetlanddecke sinken, die über seine ebenfalls knochigen, aber keineswegs ansprechenden Knie gebreitet war, und schob sein längliches Gesicht näher an die Fensterscheibe. Die Gleise – eine Nebenstrecke der Linie Brighton-Eastbourne, die Ende der zwanziger Jahre beim Ausbau der Southern Railway elektrifiziert worden war – verliefen hundert Meter nördlich des Cottages zwischen den Betonpfeilern eines Drahtzauns an einer Böschung entlang. Das Glas, durch das der alte Mann spähte, war verzogen und voller Bläschen und Riffel, die die Außenwelt verzerrten und neckten. Doch selbst durch die Vexierscheibe betrachtet, kam es dem alten Mann so vor, als habe er noch nie zwei Wesen erblickt, die sich einen sonnigen Sommernachmittag genügsamer geteilt hätten und inniger miteinander verbunden gewesen wären als diese beiden.

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Жанр
Классический детектив
Издание
2005
ISBN
3-462-03626-2
Язык
de
Размер FB2
735,3 КБ
Добавлена