Eine Nacht
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Urplötzlich waren die deutschen Stukas da.
Hinter den von Werfergranaten zerfetzten, spitzgiebligen Dächern hervor tauchten ihre schnellen, dünn-schwänzigen Schatten auf und fielen mit lautem, hysterischem Heulen über die Stadt her. Iwan Waloka verlangsamte seinen Lauf, blickte erregt zum raucherfüllten Himmel auf, und als er bei dem vordersten Flugzeug sich die ersten Bomben lösen sah, warf er sich deckungsuchend neben ein eisernes Gitter längs der Straße. Der nicht mehr junge, breitschultrige Soldat mit der Mütze und der engen, alten Feldbluse lag angespannt da und wartete.
Die Bomben detonierten in der Grünanlage hinter der Umzäunung.
Die Erde erbebte, eine heiße Welle schlug Waloka in den Rücken, in den Ohren dröhnte es schmerzhaft. Ganz in der Nähe klirrte etwas kurz und hell, und gleich darauf waren die Straße, die Häuser und die Grünanlage in graue Staubwolken gehüllt.
Fünfhundert Kilo mindestens, dachte Waloka, während er den Sand ausspuckte. Ringsum, auf dem Gehsteig, in der Anlage und auf dem Fahrdamm, prasselten Steinbrokken hernieder, hochgeschleuderte Asphaltfetzen klatschten auf die Erde zurück, die Staubwolke, in der dicht an dicht Akazienblätter herumwirbelten, sank allmählich zusammen. Irgendwo oben hämmerte ein Maschinengewehr, sofort spritzte von einem splitterzersiebten grauen Gebäude der Putz, und ein gelbes Leuchtspurgeschoß, groß wie eine Bohnenhülse, raste, gegen die Steine knallend und torkelnd, wild über den Gehsteig. Schon setzten die Stukas heulend zum nächsten Angriff an.
- Жанр
- Проза о войне
- Перевод
- Dieter Pommerenke
- Язык
- de
- Размер FB2
- 74,9 КБ
- Добавлена