
Schwarzer Valentinstag
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Начало книги
Ganz in der Frühe war zuerst nur ein Klappern auf der Gasse, ein hölzernes Klappern, das von den Wänden der Häuser widerhallte. Es war eine Aussätzige in einer schwarzen Kutte. In der einen Hand, die sie verdeckt hielt, hatte sie einen Holznapf, in der anderen die Klapper. An jeder Enge, an jeder Biegung klapperte sie mit dem Holzklöppel, der auf das Brett schlug. Am Eingang einer breiteren Gasse blieb die Aussätzige stehen. Vom Marktplatz herauf knallten die Tritte einer Wache. Vor einem Haus, das besonders hoch aufragte, standen die Soldaten still. Sie schlugen mit den Spießen gegen die Türe. Die Aussätzige reckte den Hals. Die Türe ging auf, ein schmächtiger, langer Junge trat heraus. Er mochte fünfzehn oder sechzehn Jahre alt sein und war gut gekleidet. Sein Gesicht war mager und bleich unter den schwarzen Haaren, seine Augen waren weit geöffnet. Die Soldaten umringten ihn wie einen Gefangenen, berührten ihn aber nicht. Dann marschierte der Trupp die Gasse hinauf durch ein wachsendes Gedränge zu dem dreieckigen Platz, auf dem die Gerichtstage der Stadt Stuttgart gehalten wurden.
- Жанр
- Историческая проза
- Издание
- 1999
- Язык
- de
- Размер FB2
- 713,2 КБ
- Добавлена