
Pelagia und der schwarze Moench
Серия: Schwester Pelagia, книга 2
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. . . näherte sich mit einigen weit ausholenden Schritten der Nonne. Er blickte aus dem Fenster, sah die schaumbedeckten Pferde, den völlig aufgelösten Mönch und zog drohend seine buschigen Augenbrauen zusammen.
»Er hat mir zugerufen: ›Mütterchen, ein Unheil! Er ist bereits hier! Wo ist der Bischof?‹«, sagte Pelagia halblaut zu Mitrofani.
Bei dem Wort »Unheil« nickte Mitrofani befriedigt, als habe er von diesem unmäßig langen Tag, der überhaupt kein Ende nehmen wollte, nichts anderes erwartet. Er gab dem abgerissenen, staubbedeckten Boten (aus seiner ganzen Art und seinen Worten wurde deutlich, dass dieser Mönch, der wer weiß woher herbeigeeilt kam, ein Bote war, ein Unglücksbote obendrein) einen Wink mit dem Finger: Na, komm schon herauf.
Der Mönch verbeugte sich vor dem Bischof kurz, aber tief, beinahe bis zum Boden, ließ die Zügel fallen, stürzte ins Gerichtsgebäude und bahnte sich den Weg durch das Publikum, das nach dem Prozess herausströmte. Der Anblick des Gottesdieners – barhäuptig, mit blutenden Kratzern auf der Stirn – war derart ungewöhnlich, dass die Menschen sich umsahen, die einen neugierig, die anderen besorgt. Die stürmische Erörtertung der soeben beendeten Verhandlung und des erstaunlichen Urteils brach jäh ab. Ein neues Ereignis schien sich abzuzeichnen, ja, war vielleicht schon eingetreten.
- Жанр
- Исторический детектив
- Перевод
- Dorothea Trottenberg
- Издание
- Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2004
- ISBN
- 3-442-45500-6
- Язык
- de
- Размер FB2
- 999,5 КБ
- Добавлена

